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Neu ab Januar 2019: Änderungen bei der LKW-Maut

27.11.2018 17:52

LKW-Fahrer und Unternehmen müssen sich ab dem 1. Januar 2019 auf Änderungen – und vor allem neue Pflichten – einstellen. Der Bund hat nicht nur höhere Maut-Sätze beschlossen, sondern auch neue Pflichten für Unternehmen und LKW-Fahrer angesetzt.

Ab Januar müssen LKW-Fahrer angeben, welche Gewichtsklasse sie fahren. Bisher galt das als freiwillige Angabe – obwohl die Abfrage schon seit Juni 2018 auf den sogenannten On-Board-Units der LKW erschien. Nun muss die Angabe gemacht werden. Die Gewichtsklassen sind wie folgt gestaffelt:

  • von 7,5 bis 11,99 Tonnen
  • von 12 bis 18 Tonnen
  • bei mehr als 18 Tonnen muss zusätzlich die Anzahl der Achsen angegeben werden

Das zulässige Gesamtgewicht ergibt sich aus den Gewichten der Einzelfahrzeuge. Stütz- und Aufliegelasten werden nicht mit berechnet.

Wird das Gewicht des Fahrzeugs nicht angegeben, kann das teuer werden. Nicht nur das Vergehen wird dann geahndet, auch die Mautgebühren werden nachträglich erhoben.

Nicht nur das Gewicht des Fahrzeugs ist maßgeblich für die Maut-Höhe, auch die Schadstoffklasse wird in die Maut-Berechnung einfließen.

Es gibt allerdings Ausnahmen. So müssen Elektro-LKW keine Maut zahlen. Und zumindest bis Ende 2020 sind auch gasbetriebene Fahrzeuge und land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h befreit.

Nach Angaben des Handelsblatt erwartet der Bund Mehreinnahmen von 2,5 Milliarden Euro im Jahr.